Erfolgreicher Exit: diese 7 Strategien sollten Gründer kennen

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Der erfolgreiche Exit ist der Traum vieler Unternehmer. Doch wie funktioniert er? Wir erklären, wie Sie erkennen, ob Ihr Unternehmen bereits einen geeigneten Verkaufsstatus innehat und bieten Ihnen einen Überblick über die beliebtesten Exit-Strategien.

Aktueller Status des Unternehmens 

Vor allem anderen ist es zunächst wichtig, die gegenwärtige Marktposition Ihres Unternehmens realistisch wahrzunehmen. Stimmt der aktuelle Umsatz? Vermitteln die Prognosen ein ruhiges Gefühl über einen längeren Zeitraum? Ein konstant wachsender Umsatz wäre zudem ideal. 

Der landläufigen Meinung, dass eine starke Wachstumsphase ein guter Zeitpunkt für einen Exit ist, müssen wir zunächst widersprechen. Gerade dann müssen alle verstärkt anpacken, inklusive der Gründer. Ein Ausstieg in dieser Phase könnte nicht nur für die Unternehmensentwicklung strategisch unklug sein, sondern auch einen negativen Eindruck bei Arbeitnehmern und Investoren hinterlassen. Abgesehen davon, möchten viele Investoren eher nach dieser Phase einsteigen, wenn der Umsatz gesichert ist. Das Image des Unternehmens sollte bestenfalls eine reine Weste aufweisen und gefestigt sein. Zudem ist eine möglichst hohe Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen wichtig.

Die Kernfrage lautet also: Ist die Firma wirklich bereits vollständig aus den Kinderschuhen gewachsen und ihre Existenz auch ohne das direkte Mitwirken der Gründer gesichert?

Investorensuche

Hierbei ist es sinnvoll, auf die Hintergründe der Investoren zu achten. Wenn Sie etwa aus derselben Branche kommen oder vielleicht selbst bereits eine Firma in Ihrem Geschäftsfeld geführt haben, ist das sicherlich ein positives Zeichen. 

Wechseln wir einmal die Blickrichtung: Ihr genannter Ausstiegsgrund ist oft entscheidend für potenzielle Investoren. Seien Sie ehrlich aber bleiben Sie professionell. Ist der wahre Grund, dass Sie sich der Führung des Unternehmens nicht gewachsen fühlen oder aus persönlichen Gründen aussteigen müssen, dann formulieren Sie es strategisch sinnvoll. So wird ein Ausstiegs-Muss für Sie in Verhandlungen nicht zum Verhängnis. Gibt es hingegen etwa Differenzen zwischen den Gründern, wird der Ausstiegsgrund in der Regel nicht angezweifelt. Dies kommt schliesslich häufig genug vor. In jedem Fall sollte Ihr Ausstiegsgrund für einen Investoren glaubhaft und nachvollziehbar sein. 

Strategien

Nun möchten wir Ihnen die bekanntesten Exit-Strategien vorstellen. Einige sind besonders für Start-ups interessant.  

1. IPO/Going Public

IPO ist die Abkürzung für Initial Public Offering, auf Deutsch: Neuemission. Fussläufig wird dies auch als «Going Public» bezeichnet. Dabei handelt es sich um den erstmaligen Börsengang. Gründer bieten hierbei Aktien ihres Unternehmens als Wertpapiere zum Kauf an. Die Anleger werden dabei rechtliche Firmenteilhaber. Rein theoretisch haben sie damit auch ein Mitspracherecht im Unternehmen. Jedoch sind die Aktienanteile so gering, dass dieses auf ein unbedeutendes Minimum schrumpft. Die meisten Anleger fokussieren sich ohnehin auf die Dividende. Das Unternehmen selbst gewinnt mit einem Börsengang an Popularität. Die Gründer erhöhen das Eigenkapital und können sich so auf einen späteren Exit vorbereiten.

Beim IPO handelt es sich zwar um eine der beliebtesten, in der Praxis aber auch schwersten Ausstiegsoptionen. Zudem liegt ein Exit oft in weiter Ferne. Ein Börsengang ist kein einfaches Unterfangen und eine enorm gute Planung das A und O. Eine professionelle Beratung durch Ihre Bank sowie das Hinzuziehen eines versierten Fachanwalts ist in jedem Fall anzuraten. 

Spin-off 

Von einem Spin-off ist die Rede, wenn nur ein geringer Teil des Unternehmens als Aktien angeboten wird, die Gründer aber die Mehrheit behalten. 

Sperrfrist

Zu beachten ist, dass Sperrfristen zwischen 6 und 12 Monaten existieren, bis zu denen Stammaktionäre nicht mit Aktien eines neu gegründeten Unternehmens an der Börse handeln dürfen. Es wird ab dem Tag des Börsengangs gerechnet. 

2. Trade Sale 

Kurz gesagt, verkaufen die Unternehmer hierbei die Firma oder einen bestimmten Teil davon an einen Investor. Der Investor ist in der Regel ein anderes Unternehmen. Dessen Strategie kann vielfältiger Art sein. Grundsätzlich geht es allerdings um Expansion und Gewinnmaximierung. Mit dem Kauf Ihrer Firma können Unternehmen sich den Zugang zu bislang noch nicht erschlossenen Märkten, Technologien oder sogar Patenten zunutze machen. 

Ein Trade Sale verfolgt als höheres Ziel einen zufriedenstellenden Ausgang für beide Parteien. Der Mehrwert ist oft ein hoher Verkaufspreis. Wenn gewünscht, sollten Gründer jedoch darauf achten, sich weiterhin einen möglichst hohen Einfluss im Unternehmen zu sichern. 

3. Leveraged Buy-out 

Diese Option ist nur für Firmen geeignet, die bereits eine sehr hohe finanzielle Profitabilität aufweisen. Hierbei nutzen Gründer Eigenkapital und Fremdkapital gemeinsam dazu, sich freizukaufen. In der Regel wird das Eigenkapital dabei selbstständig erhöht. Das Fremdkapital stammt etwa von der Aufnahme eines Kredits. 

4. Secondary Purchase

«Secondary Purchase» beschreibt den Verkauf von Anteilen eines Venture-Capital-Investors an einen oder mehrere andere Finanzinvestoren. Die Rendite der Investoren fällt jedoch oft geringer aus, weshalb diese Option eher selten genutzt wird.

5. Buy-back

Hierbei kaufen Gründer die von einem Investor gehaltenen Firmenanteile wieder zurück. Infolgedessen gehört ihnen dann ihre Firma wieder vollständig. In der Praxis ist dieses Vorgehen jedoch ebenfalls sehr selten. Meist verfügen die Gründer schlicht nicht über die dafür nötigen finanziellen Mittel. 

6. Merger/Merger & Acquisition

Mit dem Begriff «Merger» oder auch «Merger & Acquisition» ist der Zusammenschluss Ihres Unternehmens mit einem Wettbewerber gemeint. Der häufigste Fall: Ein Grossunternehmen kauft ein aufstrebendes, kleines Unternehmen. Besonders für Start-up-Gründer erscheint dies als eine attraktive Methode, einen Exit mit hohem Gewinnanteil abzuschliessen. Dies kann zwar der Fall sein, ist es aber leider meistens nicht. Auch die Suche nach einer passenden Gesellschaft, welche die Synergieeffekte der Union auch wirklich positiv zu nutzen weiss und das Unternehmen nicht einfach nur schluckt, ist relativ schwierig. 

7. Liquidation/Receivership

Diesen Weg fürchten alle Gründer, da ihn praktisch niemand freiwillig wählt. Liquidation, oder auch Receivership, meint die vollständige Auflösung des Unternehmens und die Aufteilung der Erlöse. In dem Sinne stellt sie einen Vollverlust sowohl für den Investor, jedoch vor allem für die Gründer dar. 

Fazit

Die eine, perfekte Exit-Strategie können wir Ihnen leider nicht verraten. Vielmehr ist sie von diversen Faktoren abhängig und für jedes Unternehmen immer individuell abzuwägen. Eine langfristige Planung ist unumgänglich, damit Ihr Exit möglichst erfolgreichen wird. Bestenfalls sollten Sie sich sogar noch vor dem ersten Beteiligungsvertrag damit auseinandersetzen. Hier können bereits die ersten Weichen für einen erfolgreichen Exit gestellt werden. 

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