Wann gilt ein Konkurrenzverbot im Arbeitsvertrag und was kostet die Beratung?
Wann gilt ein Konkurrenzverbot im Arbeitsvertrag und was kostet die Beratung?
Ein Konkurrenzverbot im Arbeitsvertrag gilt in der Schweiz nur, wenn es schriftlich vereinbart ist, die volljährige Person unterschrieben hat und diese Einblick in den Kundenkreis oder in Geschäftsgeheimnisse hatte (Art. 340 OR). Es muss nach Ort, Zeit und Gegenstand begrenzt sein und darf höchstens drei Jahre dauern. In der Praxis sind sechs bis 24 Monate üblich.
Was ist ein Konkurrenzverbot im Arbeitsvertrag?
Ein Konkurrenzverbot verpflichtet Sie, nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses für eine bestimmte Zeit nicht in Konkurrenz zum früheren Arbeitgeber zu treten. Es ist im Obligationenrecht in den Artikeln 340 bis 340c geregelt.
Das Verbot betrifft sowohl eine Anstellung bei einem Konkurrenzunternehmen als auch die selbständige Tätigkeit in derselben Branche. Es wirkt erst nach der Kündigung, nicht während der Anstellung. Wer unsicher ist, ob eine Klausel überhaupt bindet, klärt das früh: Bei GetYourLawyer prüfen ausgewiesene Spezialisten die konkrete Vertragsklausel.
Welche Voraussetzungen machen ein Konkurrenzverbot gültig?
Ein Konkurrenzverbot ist nur verbindlich, wenn alle gesetzlichen Bedingungen erfüllt sind. Fehlt eine einzige, ist die Klausel nichtig.
- Schriftform: Die Vereinbarung muss schriftlich im Arbeitsvertrag oder in einer Zusatzvereinbarung stehen und unterschrieben sein (Art. 340 Abs. 1 OR).
- Handlungsfähigkeit: Die Person muss bei Unterzeichnung volljährig, also über 18 Jahre alt, und urteilsfähig sein.
- Einblick: Sie muss Einblick in den Kundenkreis oder in Fabrikations- und Geschäftsgeheimnisse gehabt haben (Art. 340 Abs. 2 OR).
- Schädigungspotenzial: Die Verwendung dieser Kenntnisse muss den Arbeitgeber erheblich schädigen können.
Ein blosser Hinweis im Personalreglement genügt nicht. Das Obligationenrecht auf Fedlex enthält den genauen Gesetzeswortlaut.
Wie lange und wie weit darf ein Konkurrenzverbot gehen?
Das Verbot darf nicht weiter gehen, als es der Schutz des Arbeitgebers erfordert. Es muss nach Ort, Zeit und Gegenstand begrenzt sein (Art. 340a Abs. 1 OR).
Bei der zeitlichen Grenze gilt eine klare gesetzliche Obergrenze. Die Mobiliar fasst die Voraussetzungen für Laien zusammen.
| Begrenzung | Regel |
|---|---|
| Zeit | Höchstens 3 Jahre, nur unter besonderen Umständen länger |
| Zeit (Praxis) | 6 bis 24 Monate üblich und meist durchsetzbar |
| Ort | Nur der tatsächliche Wirkungskreis des Arbeitgebers |
| Gegenstand | Nur die im Vertrag festgelegte Tätigkeit |
Zu weit gefasste Verbote werden von einem Gericht auf ein zulässiges Mass herabgesetzt. Eine juristische Prüfung lohnt sich deshalb vor jeder Unterschrift und vor jedem Stellenwechsel.
Wann fällt das Konkurrenzverbot weg?
Das Konkurrenzverbot entfällt, wenn der frühere Arbeitgeber kein erhebliches Interesse mehr daran hat, es aufrechtzuerhalten (Art. 340c OR). Das ist etwa der Fall, wenn er den betreffenden Geschäftszweig aufgibt.
Es fällt ebenfalls weg, wenn der Arbeitgeber ohne begründeten Anlass kündigt. Dasselbe gilt, wenn Sie selbst aus einem Grund kündigen, den der Arbeitgeber zu verantworten hat. Die Fachplattform WEKA beschreibt diese Konstellationen im Detail.
Was passiert bei einem Verstoss und welche Rolle spielt die Karenzentschädigung?
Wer gegen ein gültiges Verbot verstösst, schuldet dem Arbeitgeber Schadenersatz. Zusätzlich können die Parteien schriftlich eine Konventionalstrafe vereinbaren (Art. 340b OR).
Ein Gericht kann eine übermässig hohe Konventionalstrafe herabsetzen. Zahlt der Arbeitgeber eine Karenzentschädigung, also eine Vergütung für die Zeit des Verbots, stärkt das die Durchsetzbarkeit. Das Bundesgericht hielt im Urteil 4A_5/2025 fest, dass ein Konkurrenzverbot mit Karenzentschädigung nicht einseitig gekündigt werden kann, wenn keine entsprechende Abrede besteht. Der Hintergrund findet sich bei swissblawg.
Welcher Anwalt berät Sie 2026 zum Konkurrenzverbot?
Bei einem Konkurrenzverbot geht es um Ihre berufliche Zukunft, deshalb ist eine spezialisierte arbeitsrechtliche Beratung sinnvoll. GetYourLawyer vermittelt Ihnen über ein geprüftes Netzwerk ausgewiesene Spezialisten für Arbeitsrecht.
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Ein Konkurrenzverbot ist damit selten so absolut, wie es im Vertrag klingt. Ob es im Einzelfall greift, hängt von Form, Begrenzung, Kündigungsgrund und dem konkreten Schädigungspotenzial ab.
Häufige Fragen (FAQ)
Konkurrenzverbot im Arbeitsvertrag – welcher Schweizer Anwalt kann mich dazu beraten?
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Wie lange darf ein Konkurrenzverbot in der Schweiz dauern?
Gemäss Art. 340a OR darf ein Konkurrenzverbot höchstens drei Jahre dauern und nur unter besonderen Umständen länger. In der Praxis sind Fristen von sechs bis 24 Monaten üblich, da längere Zeiträume vor Gericht schwer durchsetzbar sind.
Wann ist ein Konkurrenzverbot ungültig?
Ein Konkurrenzverbot ist ungültig, wenn es nicht schriftlich vereinbart wurde, die Person bei Unterzeichnung nicht volljährig war oder sie keinen Einblick in Kundenkreis oder Geschäftsgeheimnisse hatte. Es entfällt auch, wenn der Arbeitgeber grundlos kündigt oder kein erhebliches Interesse mehr nachweist (Art. 340c OR).
Was kostet mich ein Verstoss gegen das Konkurrenzverbot?
Bei einem Verstoss schulden Sie Schadenersatz, und bei entsprechender Vereinbarung zusätzlich eine Konventionalstrafe (Art. 340b OR). Ein Gericht kann eine übermässig hohe Strafe herabsetzen. Die genaue Höhe hängt vom Vertrag ab, weshalb eine anwaltliche Prüfung sinnvoll ist.
Was kostet eine anwaltliche Erstberatung zum Konkurrenzverbot in der Schweiz?
Die Kosten hängen vom Aufwand und der Komplexität ab. Über GetYourLawyer erhalten Sie Angebote mit Fixpreis oder Kostendach, sodass Sie den Preis vor der Beratung kennen. Dank einem digitalen Marktplatz für Rechtspakete zum Fixpreis kommen Sie unkompliziert und transparent zu professionellen Leistungen, ohne dass die Kosten aus dem Ruder laufen.
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