Ehevertrag Schweiz Guide 2026: Ihr Wegweiser für Paare
Veränderte Lebensmodelle, steigende finanzielle Risiken und neue rechtliche Unsicherheiten machen den ehevertrag schweiz im Jahr 2026 so relevant wie nie zuvor. Ein Ehevertrag schafft Klarheit, schützt beide Partner und hilft, langwierige Streitigkeiten zu vermeiden.
Dieser Artikel bietet Ihnen einen umfassenden Leitfaden, wenn Sie 2026 einen Ehevertrag in der Schweiz abschließen oder überdenken möchten. Sie erhalten einen Überblick über rechtliche Grundlagen, den Ablauf, verschiedene Vertragsvarianten, typische Stolperfallen, Kosten und eine praktische Checkliste.
Schaffen Sie Sicherheit für Ihre Partnerschaft und erfahren Sie, wie Sie mit dem richtigen Wissen und klaren Schritten die besten Entscheidungen für Ihre gemeinsame Zukunft treffen.
Ehevertrag Schweiz 2026: Rechtliche Grundlagen und Bedeutung
Ein ehevertrag schweiz ist für viele Paare heute relevanter denn je. Die Lebensmodelle werden vielfältiger, finanzielle Risiken steigen und rechtliche Unsicherheiten nehmen zu. Gerade bei gemeinsamen Investitionen, Patchwork-Konstellationen oder Unternehmertum ist es entscheidend, klare Regelungen zu treffen. In diesem Abschnitt erfahren Sie, was ein ehevertrag schweiz ausmacht, warum er sinnvoll ist und welche rechtlichen Rahmenbedingungen 2026 gelten.

Was ist ein Ehevertrag? Definition und Zweck
Ein ehevertrag schweiz ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen Eheleuten, die nach dem Schweizer Zivilgesetzbuch (ZGB) abgeschlossen wird. Er regelt individuell, wie Vermögen und Schulden während der Ehe und im Fall einer Scheidung oder beim Tod eines Partners aufgeteilt werden.
Im Gegensatz zu den gesetzlichen Güterständen – Errungenschaftsbeteiligung, Gütertrennung oder Gütergemeinschaft – bietet der ehevertrag schweiz die Möglichkeit, von diesen Standardregelungen abzuweichen. Ziel ist es, die finanziellen Verhältnisse exakt auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen.
Ein Ehevertrag kann besonders dann sinnvoll sein, wenn einer der Partner ein Unternehmen besitzt, eine Erbschaft zu erwarten ist oder ein gemeinsamer Hauskauf geplant wird. Auch bei Selbstständigkeit schützt ein ehevertrag schweiz vor ungewollten finanziellen Folgen, da er individuelle Lösungen ermöglicht.
Typische Zwecke eines Ehevertrags sind:
- Klare Regelung der Vermögensverhältnisse
- Schutz von Eigengut (zum Beispiel Erbschaften)
- Vermeidung späterer Streitigkeiten
- Transparenz bei gemeinsamen Investitionen
So schaffen Paare mit einem ehevertrag schweiz eine solide Basis für ihre finanzielle Zukunft.
Warum ist ein Ehevertrag in der Schweiz sinnvoll?
Statistisch gesehen endet etwa jede zweite bis dritte Ehe in der Schweiz in einer Scheidung. Die Scheidungsrate liegt bei rund 40 Prozent. Dennoch schließen bisher nur etwa 10 Prozent der Paare einen ehevertrag schweiz ab. Dabei kann ein Ehevertrag besonders bei bestimmten Lebenssituationen entscheidende Vorteile bieten.
Vorteile eines Ehevertrags:
- Absicherung bei Patchwork-Familien und Kindern aus früheren Beziehungen
- Schutz von Unternehmensvermögen und selbstständiger Tätigkeit
- Klare Verhältnisse bei großen Vermögenswerten oder Immobilien
- Rechtliche Klarheit bei unterschiedlichen finanziellen Hintergründen der Partner
- Vermeidung von langwierigen Streitigkeiten im Scheidungsfall
Wichtig zu wissen: Ein ehevertrag schweiz regelt ausschließlich das Güterrecht, also die Vermögensaufteilung. Unterhalts- und Sorgerechtsfragen werden davon nicht erfasst und müssen separat behandelt werden.
Beispiele aus der Praxis:
- Ein Ehepaar kauft eine Immobilie, bei der einer mehr Eigenkapital einbringt
- Ein Partner erwartet eine größere Erbschaft und möchte diese schützen
- In einer Patchwork-Familie sollen die Interessen der eigenen Kinder gewahrt bleiben
So sorgt ein ehevertrag schweiz nicht nur für Sicherheit, sondern kann auch das gegenseitige Vertrauen stärken.
Gesetzliche Rahmenbedingungen 2026
Die rechtlichen Grundlagen für einen ehevertrag schweiz finden sich in den Artikeln 181 ff. des Schweizer Zivilgesetzbuchs (ZGB). Ein Ehevertrag muss zwingend öffentlich beurkundet werden, meist beim Notariat oder einer Urkundsperson. Nur dann ist er rechtlich gültig.
Seit 2026 können je nach Kanton unterschiedliche Abläufe und Kostenstrukturen gelten. Es ist daher ratsam, sich frühzeitig über die kantonalen Regelungen zu informieren und die notwendigen Unterlagen wie Vermögensinventar, Kontoauszüge oder Erbverträge sorgfältig zu dokumentieren.
Eine Besonderheit: Die Herkunft von Vermögen, etwa bei Erbschaften oder Schenkungen, muss klar nachgewiesen werden, damit dieses als Eigengut gilt. Änderungen im Ehevertrag sind grundsätzlich möglich, müssen aber ebenfalls öffentlich beurkundet werden.
Für einen vertieften Einblick in die gesetzlichen Grundlagen und die verschiedenen Güterstände empfiehlt sich ein Blick auf die Seite Eherecht und Güterstände, die weitere Details und praktische Hinweise bietet.
Ein gut vorbereiteter ehevertrag schweiz ist der Schlüssel zu mehr Rechtssicherheit und Fairness für beide Partner.
Die Güterstände im Überblick: Errungenschaftsbeteiligung, Gütertrennung, Gütergemeinschaft
Die Wahl des passenden Güterstands ist ein zentrales Thema, wenn es um den ehevertrag schweiz geht. In der Schweiz gibt es drei verschiedene Güterstände, die das Vermögen und die Schulden von Ehepartnern regeln. Sie bestimmen, was im Alltag, bei einer Scheidung oder im Todesfall mit gemeinsamem und individuellem Eigentum passiert. Wer über einen ehevertrag schweiz nachdenkt, sollte die Unterschiede kennen, um die beste Lösung für die eigene Lebenssituation zu finden.

Errungenschaftsbeteiligung: Der Standard ohne Ehevertrag
Die Errungenschaftsbeteiligung ist der gesetzliche Normalfall, wenn kein ehevertrag schweiz abgeschlossen wird. Sie teilt das Vermögen in zwei Bereiche: Eigengut und Errungenschaft. Zum Eigengut zählen persönliche Gegenstände, Erbschaften und Schenkungen. Alles, was während der Ehe gemeinsam erarbeitet wird, wie Lohn oder gemeinsam gekaufte Immobilien, gehört zur Errungenschaft.
Bei einer Scheidung wird die Errungenschaft hälftig geteilt. Im Todesfall werden die Anteile nach Güter- und Erbrecht aufgeteilt. Ein Beispiel: Kauft ein Paar während der Ehe ein Haus, zählt dies zur Errungenschaft, sofern das Geld nicht aus dem Eigengut stammt. Wichtig ist die Dokumentation: Wer nicht klar nachweisen kann, was Eigengut ist, läuft Gefahr, dass es als Errungenschaft betrachtet wird.
Vorteile:
- Automatisch ohne ehevertrag schweiz gültig
- Faire Teilung des gemeinsam Erarbeiteten
- Schutz von Erbschaften/Schenkungen als Eigengut
Nachteile:
- Klare Abgrenzung oft schwierig
- Streitpotenzial bei unklarer Dokumentation
Gütertrennung: Wann sie sinnvoll ist
Die Gütertrennung ist nur mit einem ehevertrag schweiz möglich. Jeder Ehepartner verwaltet sein Vermögen und seine Schulden komplett selbstständig. Es gibt kein gemeinsames Vermögen. Diese Variante wird oft gewählt, wenn einer der Partner Unternehmer ist, hohe Haftungsrisiken bestehen oder Vermögenswerte aus früheren Beziehungen geschützt werden sollen.
Vorteile der Gütertrennung:
- Schutz vor Haftungsrisiken durch Trennung der Vermögen
- Klare Verhältnisse bei Patchwork-Familien oder Unternehmertum
- Keine automatische Teilung bei Scheidung
Nachteile:
- Kein Ausgleich für Betreuungsarbeit, falls einer der Partner weniger verdient
- Gefahr eines Ungleichgewichts beim Vermögensaufbau
Beispiel: Ein Unternehmer möchte sein Geschäftsvermögen im Fall einer Scheidung schützen. Durch die Gütertrennung im ehevertrag schweiz bleibt das Unternehmen außerhalb des gemeinsamen Vermögens.
Gütergemeinschaft: Selten, aber relevant
Die Gütergemeinschaft wird in der Schweiz selten gewählt und muss ausdrücklich im ehevertrag schweiz vereinbart werden. Hier verschmelzen die Vermögen beider Partner fast vollständig zum sogenannten Gesamtgut. Nur das Sondergut, etwa persönliche Gegenstände oder nicht übertragbare Rechte, bleibt individuell.
Chancen:
- Stärkt das "Wir"-Gefühl durch echtes gemeinsames Vermögen
- Klare Vermögensgemeinschaft, besonders bei gemeinsamem Vermögensaufbau
Risiken:
- Komplexe Regelungen bei Schulden und Selbstständigkeit
- Nachlassregelung kann komplizierter werden
Beispiele:
- Langjährige Ehepaare, die gemeinsam Vermögen aufgebaut haben
- Paare mit gleichem finanziellen Hintergrund
Die Gütergemeinschaft erfordert eine genaue Planung im ehevertrag schweiz, um Streitigkeiten im Ernstfall zu vermeiden.
Entscheidungshilfen: Welcher Güterstand passt zu uns?
Die Wahl des passenden Güterstands im ehevertrag schweiz hängt von den individuellen Lebensumständen ab. Folgende Fragen helfen bei der Orientierung:
- Gibt es unterschiedliche Vermögensverhältnisse oder Erbschaften?
- Planen Sie einen Hauskauf oder gibt es Unternehmensbeteiligungen?
- Wie wird Betreuungsarbeit aufgeteilt?
- Gibt es Kinder aus früheren Beziehungen?
Praxisbeispiele:
- Ein Hauskauf mit ungleichen Eigenmitteln erfordert klare Regelungen.
- Bei einer Erbschaft in der Patchwork-Familie sollte festgelegt werden, wer was bekommt.
Tabelle: Vergleich der Güterstände
| Güterstand | Vermögen während der Ehe | Aufteilung bei Scheidung | Geeignet für… |
|---|---|---|---|
| Errungenschaftsbeteiligung | Getrennt, aber Errungenschaft gemeinsam | Hälftige Teilung der Errungenschaft | Die meisten Paare |
| Gütertrennung | Komplett getrennt | Kein Ausgleich, jeder behält eigenes Vermögen | Unternehmer, Patchwork-Familien |
| Gütergemeinschaft | Gemeinsames Gesamtgut | Teilung des Gesamtguts | Langjährige, gleichberechtigte Paare |
Wer weitere Informationen zu den rechtlichen Details sucht, findet im Bereich Familienrecht in der Schweiz einen umfassenden Überblick zu allen Aspekten rund um den ehevertrag schweiz.
Ehevertrag in der Praxis: Ablauf, Formvorschriften und Kosten
Ein Ehevertrag Schweiz ist mehr als ein bloßes Dokument – er ist ein Prozess, der gut vorbereitet werden sollte. Viele Paare fragen sich, wie sie 2026 Schritt für Schritt vorgehen und welche Formalitäten sowie Kosten auf sie zukommen. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie der Ablauf konkret aussieht, worauf Sie bei der Form achten müssen und welche Unterlagen und Nachweise wichtig sind.

Schritt-für-Schritt: So gehen Paare 2026 vor
Der Weg zum Ehevertrag Schweiz beginnt mit einer offenen Informationsphase. Beide Partner sollten sich mit den rechtlichen Möglichkeiten und den eigenen Wünschen auseinandersetzen. Danach empfiehlt es sich, ein ehrliches Gespräch über finanzielle Vorstellungen und Erwartungen zu führen.
Im nächsten Schritt erstellen Paare ein detailliertes Vermögensinventar. Dazu gehören Kontostände, Immobilien, Erbschaften und laufende Kredite. Diese Übersicht bildet die Basis, um den passenden Güterstand zu wählen und individuelle Regelungen festzulegen.
Anschließend wird ein Termin beim Notariat oder einer Urkundsperson vereinbart. Für einen gültigen Ehevertrag Schweiz ist die öffentliche Beurkundung zwingend. Hierzu bringen beide Partner Ausweise, das Vermögensinventar und relevante Unterlagen mit. Erst nach der Beurkundung ist der Vertrag rechtskräftig.
Sollten sich Lebensumstände ändern, ist eine Anpassung möglich. Ein neuer Vertrag kann jederzeit vereinbart und beurkundet werden. So bleibt der Ehevertrag Schweiz aktuell und schützt beide Seiten auch in Zukunft.
Kosten des Ehevertrags in der Schweiz
Die Kosten für einen Ehevertrag Schweiz sind von verschiedenen Faktoren abhängig: Komplexität, Umfang der Vermögenswerte, Anzahl der Sonderregelungen und der gewählte Kanton. Einfache Verträge beginnen meist bei etwa CHF 600. Komplexere Fälle, zum Beispiel mit Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen, können mehrere tausend Franken kosten.
Eine transparente Vorbereitung spart Kosten. Wer das Vermögensinventar schon vorab erstellt und Wünsche klar formuliert, kann den Aufwand beim Notariat minimieren. Viele Notariate bieten mittlerweile Fixpreise an. Auch der Vergleich mehrerer Offerten lohnt sich.
| Vertragsart | Typischer Preis (CHF) | Hinweise |
|---|---|---|
| Einfacher Vertrag | ab 600 | Ohne Immobilien/Firmen |
| Komplexer Vertrag | 1 500 – 4 000 | Mit Immobilien/Firmen |
| Vertragsprüfung | ab 590 | Bei spezialisierten Anwälten |
Wer die Kosten übernimmt, entscheiden die Partner selbst. Oft teilen sie die Ausgaben. Für eine detaillierte Übersicht, wie Vermögen mit oder ohne ehevertrag schweiz bei einer Trennung aufgeteilt wird, lesen Sie den Abschnitt zur Vermögensaufteilung bei Scheidung.
Wichtige Dokumente und Nachweise
Eine sorgfältige Dokumentation ist für den Ehevertrag Schweiz unerlässlich. Bereits vor dem Notartermin sollten folgende Unterlagen bereitliegen:
- Aktuelles Vermögensinventar (Kontoauszüge, Depots)
- Immobilienverträge oder Grundbuchauszüge
- Erbverträge oder Nachweise über erhaltene Erbschaften
- Nachweise über Schenkungen, Vorsorgeguthaben (z B Säule 3a)
- Gültige Ausweise beider Partner
Die saubere Trennung von Eigengut und Errungenschaft ist nur mit klaren Nachweisen möglich. Wer etwa eine Erbschaft in eine Immobilie einbringt, sollte dies mittels Kontoauszug und Kaufvertrag belegen. So schützt der ehevertrag schweiz vor Unklarheiten und späteren Streitigkeiten.
Regelmäßige Updates der Unterlagen helfen, den Überblick zu behalten und den Vertrag bei Bedarf anzupassen. So bleibt der ehevertrag schweiz ein verlässliches Instrument, egal, wie sich das Leben entwickelt.
Typische Stolperfallen und wie Paare sie vermeiden
Ein ehevertrag schweiz kann Paare vor vielen finanziellen und rechtlichen Problemen schützen. Trotzdem schleichen sich in der Praxis immer wieder typische Fehler ein, die später zu teuren Streitigkeiten führen. Wer die Stolperfallen kennt, kann gezielt vorbeugen und den Vertrag als echten Schutzschild nutzen.

Häufige Fehler beim Ehevertrag
Viele Paare unterschätzen die Komplexität beim ehevertrag schweiz. Besonders kritisch sind unklare Formulierungen oder widersprüchliche Regelungen im Vertrag. Oft fehlt eine saubere Dokumentation, was zum Eigengut und was zur Errungenschaft zählt. Das wird zum Problem, wenn es um Vermögensteilung bei Scheidung oder Tod geht.
Typische Fehler sind:
- Unvollständige oder veraltete Vermögensübersichten
- Fehlende Anpassung nach Lebensereignissen wie Geburt oder Unternehmertum
- Übersehen von Pflichtteilsrechten und erbrechtlichen Folgen
Ein weiterer Stolperstein ist die Annahme, dass gemeinsame Konten automatisch beiden Partnern zu gleichen Teilen gehören. In Wahrheit kann das bei einer Trennung ganz anders bewertet werden.
Wer sich über die Auswirkungen eines Ehevertrags auf Scheidung und Unterhalt informieren möchte, findet unter Scheidung und Unterhalt rechtlich regeln wertvolle Hinweise, wie Konflikte vermieden werden können.
Tipps zur Vermeidung von Streit und Unsicherheiten
Um die häufigsten Fehler beim ehevertrag schweiz zu vermeiden, sind Offenheit und vorausschauende Planung das A und O. Paare sollten schon vor der Vertragsunterzeichnung gemeinsam eine Bestandsaufnahme ihres Vermögens und ihrer Schulden machen.
Wichtige Tipps:
- Regelmäßige Überprüfung und Anpassung des Ehevertrags bei veränderten Lebensumständen
- Klare, eindeutige Formulierungen im Vertrag verwenden
- Frühzeitige und ehrliche Kommunikation zwischen den Partnern
- Bei Unsicherheiten professionelle Beratung durch spezialisierte Anwälte oder Notare einholen
Gerade bei Immobilien, Erbschaften oder Selbstständigkeit ist es sinnvoll, alle relevanten Unterlagen sorgfältig zu dokumentieren. So lassen sich spätere Missverständnisse oder Beweisprobleme vermeiden.
Auswirkungen auf Kinder und Patchwork-Familien
Ein ehevertrag schweiz betrifft nicht nur die Partner selbst, sondern oft auch Kinder aus aktuellen oder früheren Beziehungen. In Patchwork-Familien ist es besonders wichtig, Erbvorbehalte und Pflichtteile klar zu regeln, um das Vermögen gerecht zu schützen.
Typische Herausforderungen:
- Absicherung von Kindern aus erster Ehe
- Klare Regelungen für gemeinsames und getrenntes Vermögen
- Vermeidung von Benachteiligung einzelner Familienmitglieder
Beispiele aus der Praxis zeigen, dass gerade bei Patchwork-Konstellationen eine individuelle Gestaltung des Vertrags entscheidend ist. So lassen sich spätere Streitigkeiten vermeiden und die Interessen aller Beteiligten wahren.
Ehevertrag individuell gestalten: Optionen, Sonderregelungen & Trends 2026
Wer einen ehevertrag schweiz abschließt, kann die eigenen Vermögens- und Lebensverhältnisse individuell regeln. 2026 nutzen Paare diese Flexibilität immer bewusster, um sich optimal abzusichern. Doch was lässt sich konkret vereinbaren und wo liegen die Grenzen?
Was kann im Ehevertrag geregelt werden?
Ein ehevertrag schweiz bietet zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten. Paare können festlegen, wie Vermögen, Investitionen oder Immobilien im Fall einer Scheidung oder beim Tod aufgeteilt werden. Besonders beliebt sind Sonderregelungen für Erbschaften, Schenkungen oder Vorsorgeguthaben wie die Säule 3a.
Auch individuelle Absprachen sind möglich. Dazu gehören Ausgleichszahlungen, wenn ein Partner mehr in den Aufbau gemeinsamen Wohneigentums investiert oder Care-Arbeit übernimmt. Unternehmer können festhalten, wie Firmenanteile geschützt werden. Patchwork-Familien nutzen den Vertrag, um die finanzielle Absicherung eigener und gemeinsamer Kinder zu sichern.
Typische Regelungen im Überblick:
- Individuelle Aufteilung von Immobilien und Investitionen
- Schutz von Erbschaften und Schenkungen
- Ausgleich für ungleichen Vermögensaufbau
- Vereinbarungen zu Altersvorsorge und privaten Sparmodellen
Gerade bei Nachlassfragen empfiehlt sich ergänzende Information, etwa durch die Seite Erbrecht und Nachlassregelung, um die Möglichkeiten optimal auszuschöpfen.
Grenzen und Unzulässigkeiten
So individuell der ehevertrag schweiz auch gestaltet werden kann, es gibt klare rechtliche Schranken. Nicht erlaubt sind Vereinbarungen zu Unterhalt oder Sorgerecht für Kinder. Auch Pflichtteilsrechte von Kindern und anderen Erben dürfen nicht verletzt werden. Werden solche Vorgaben missachtet, ist der Vertrag anfechtbar.
Die öffentliche Beurkundung dient als wichtige Kontrolle. Sie schützt beide Partner vor übereilten oder unfairen Regelungen. Im Zweifel prüft die Urkundsperson, ob der Vertrag den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Eine Übersicht zu den relevanten Gesetzesartikeln und was erlaubt ist, bietet Gesetzliche Grundlagen Ehevertrag.
Wichtig: Eine offensichtliche Benachteiligung kann zur Unwirksamkeit führen. Deshalb ist Transparenz und professionelle Beratung unverzichtbar.
Neue Trends und Entwicklungen 2026
Der ehevertrag schweiz entwickelt sich laufend weiter. 2026 prägen vor allem Digitalisierung und gesellschaftlicher Wandel die Gestaltung. Immer mehr Paare nutzen digitale Angebote zur Vertragsprüfung oder Online-Beratung. Das spart Zeit und ermöglicht flexible Abstimmung, auch bei komplexen Vermögensverhältnissen.
Patchwork-Konstellationen sind häufiger, weshalb Regelungen zur Absicherung aller Kinder wichtiger werden. Unternehmer und Selbstständige achten verstärkt auf klare Abgrenzung zwischen Privat- und Geschäftsvermögen. Auch Gleichstellung und Gendergerechtigkeit rücken in den Fokus: Paare suchen nach fairen Lösungen für Care-Arbeit und Vermögensaufbau.
Wer einen ehevertrag schweiz individuell gestalten will, sollte neue Trends und rechtliche Entwicklungen im Blick behalten. So bleibt der Vertrag auch in Zukunft fair und sicher.
Checkliste & Entscheidungshilfen: Passt ein Ehevertrag zu uns?
Die Entscheidung für einen ehevertrag schweiz ist kein reines Formalität, sondern ein wichtiger Schritt für Transparenz und Sicherheit in der Partnerschaft. Wer in der Schweiz 2026 heiratet oder den bestehenden Vertrag überdenkt, sollte sich mit den eigenen Lebensumständen und Zielen ehrlich auseinandersetzen. Die folgende Übersicht hilft, die wichtigsten Fragen zu klären und die passende Vorbereitung zu treffen.
Entscheidungsfragen für Paare
Ob ein ehevertrag schweiz sinnvoll ist, hängt stark von den individuellen Rahmenbedingungen ab. Beantworten Sie gemeinsam die folgenden Fragen:
- Gibt es erhebliche Unterschiede beim Einkommen oder Vermögen?
- Sind Erbschaften, Immobilien oder Unternehmensanteile im Spiel?
- Existieren Kinder aus früheren Beziehungen oder geplante Nachlassregelungen?
- Wie sind die Rollen bei Care-Arbeit und Erwerbstätigkeit verteilt?
- Ist Transparenz und Fairness ohne Vertrag realistisch?
Gerade bei Patchwork-Familien, Unternehmertum oder großen Vermögenswerten bietet ein ehevertrag schweiz zusätzlichen Schutz. Angesichts einer Scheidungsrate von rund 40% in der Schweiz (siehe Scheidungsstatistik Schweiz 2024) sollten Paare die Risiken nicht unterschätzen. Ein gut durchdachter Vertrag schafft Klarheit und beugt Streit vor.
Praktische Checkliste zur Vorbereitung
Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel für einen erfolgreichen ehevertrag schweiz. Nutzen Sie diese Checkliste, um strukturiert vorzugehen:
- Gemeinsame Übersicht über Vermögen, Schulden und laufende Verträge erstellen.
- Wichtige Unterlagen wie Kontoauszüge, Erbverträge und Immobilienbelege sammeln.
- Frühzeitig ein Gespräch über Wünsche und Erwartungen führen.
- Beratungstermin beim Notariat oder spezialisierten Anwalt vereinbaren.
- Den gewünschten Güterstand (Errungenschaftsbeteiligung, Gütertrennung, Gütergemeinschaft) und individuelle Regelungen gemeinsam festlegen.
- Den Vertrag regelmäßig überprüfen und bei Bedarf anpassen.
Je besser Sie vorbereitet sind, desto reibungsloser läuft der Abschluss vom ehevertrag schweiz. Wer komplexe Vermögensverhältnisse oder eigene Firma hat, sollte unbedingt eine professionelle Beratung in Anspruch nehmen.
FAQ: Ehevertrag, Konto und Vermögensverwaltung
Rund um den ehevertrag schweiz tauchen viele praktische Fragen auf. Hier die wichtigsten Antworten:
- Wie beeinflusst der Güterstand gemeinsame Konten? Das Guthaben wird je nach Vereinbarung und Belegen zugeordnet.
- Was passiert mit Sparguthaben, Vorsorgegeldern und laufenden Krediten? Die Zuordnung richtet sich nach Herkunft und Dokumentation.
- Wie kann Eigengut im Alltag klar getrennt werden? Durch konsequente Dokumentation und getrennte Kontoführung.
- Was tun bei Unsicherheit oder Meinungsverschiedenheiten? Professionelle Beratung gibt Sicherheit, insbesondere bei Selbstständigkeit (siehe Ehevertrag für Unternehmer).
Ein durchdachter ehevertrag schweiz ist ein Akt der Fürsorge, nicht des Misstrauens. Regelmäßige Überprüfung und offene Kommunikation helfen, Streit und Unsicherheiten zu vermeiden.
Nachdem du nun die wichtigsten Fakten rund um den Ehevertrag in der Schweiz kennst und weißt, worauf es 2026 ankommt, stellt sich vielleicht die Frage Was ist der nächste Schritt für uns Als größtes Schweizer Anwaltsnetzwerk hilft dir GETYOURLAWYER dabei, genau die passende rechtliche Unterstützung zu finden – transparent, unkompliziert und mit Fixpreisen. Du schilderst einfach eure Situation und bekommst unverbindliche Offerten von geprüften Anwälten. So gewinnst du Sicherheit und Klarheit für eure gemeinsame Zukunft.
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