Grundlagen
Beratung zum Arbeitsrecht

Beratung zum Arbeitsrecht: Wann ist eine Rechtsberatung empfehlenswert?

Arbeit ist für die meisten Menschen ein wichtiger Teil ihres Lebens. Tatsächlich nimmt der Job viel Zeit in Anspruch – und geht in seiner Bedeutung oft über die reine Erwerbstätigkeit hinaus. Dennoch kommt es auch in diesem Lebensbereich immer wieder zu Auseinandersetzungen. Die Arbeitsrechtsberatung durch einen spezialisierten Anwalt hilft Ihnen dabei, Ihre Rechte zu verstehen und daraus resultierende Ansprüche durchzusetzen.

Eine Arbeitsrechtsberatung spart Nerven und Zeit 

Das Arbeitsrecht regelt die rechtlichen Angelegenheiten eines Arbeitsverhältnisses. Es ist eines der umfassendsten Rechtsgebiete und beschäftigt sich mit einer Vielzahl unterschiedlichster Themenbereiche. Dem Laien fällt es daher oftmals schwer, den Überblick zu wahren. Anwälte, die sich auf das Arbeitsrecht spezialisiert haben, sind bestens mit der Materie vertraut: Sie zeichnen sich durch besondere praktische und theoretische Kenntnisse in ihrem Fach aus.

Anwälte für Arbeitsrecht helfen Ihnen, wenn Sie sich ungerecht behandelt fühlen. Im Rahmen einer qualifizierten Beratung liefern sie Ihnen alle wichtigen Informationen zu Ihren arbeitsrechtlichen Fragestellungen. Sie kennen typische Stolpersteine, überprüfen Verträge, unterstützen Sie bei Verhandlungen und sagen Ihnen, ob sich ein Rechtsstreit lohnt. Im Schlichtungsverfahren und vor Gericht stehen Ihnen die Juristen mit Rat und Tat zur Seite.

Liegt der Streitwert unter CHF 30'000, kommt es zu einem vereinfachten Verfahren. Es ermöglicht eine einfache, schnelle Durchsetzung der Ansprüche – ohne Gerichtskosten (Art. 246 f. ZPO). Die unterlegene Partei ist dennoch zur Zahlung einer Parteientschädigung an die Gegenpartei verpflichtet. Ein Streitwert über CHF 30'000 verlangt ein ordentliches Verfahren, dessen Kosten nach dem Grundsatz des Art. 106 ZPO verteilt werden.

Demnach muss – bei Gutheissung der Klage – der Beklagte für die Prozesskosten aufkommen. Umgekehrt verhält es sich bei einer Abweisung der Klage. Obsiegt keine der Parteien in vollem Umfang, tragen die Parteien die Kosten im Verhältnis zu Obsiegen und Unterliegen. Gleiches gilt für die Parteientschädigung. Mit einer Arbeitsrechtsberatung erhöhen Sie Ihre Aussicht auf Erfolg. 

In diesen Fällen lohnt sich eine Beratung

Es gibt viele Bereiche des Arbeitslebens, die juristische Fragen aufwerfen können. Einige von ihnen sind leicht beantwortet. Doch es gibt auch Konflikte, die sich nicht einfach im Rahmen eines Gesprächs aus der Welt schaffen lassen. Werden Ihre Rechte als Arbeitnehmer verletzt, macht es Sinn, juristischen Beistand einzuholen. Eine qualifizierte Beratung im Arbeitsrecht durch einen kompetenten Spezialisten kann essentiell sein, wenn es um

  • Arbeitszeiten,
  • Aufhebungsverträge,
  • Krankheit,
  • Kündigungen und
  • Lohnstreitigkeiten 

geht. Auch bei Mobbing oder sexuellem Missbrauch am Arbeitsplatz ist es wichtig, einen erfahrenen Anwalt an seiner Seite zu haben. Frühzeitig konsultiert, informiert er verlässlich über Rechte und Pflichten. In vielen Fällen kann er sogar eine gerichtliche Auseinandersetzung vermeiden. 

Ist die Kündigung des Arbeitsverhältnisses rechtswirksam?

Ihr Arbeitgeber hat Ihnen gekündigt? Sie fürchten einen schweren Einschnitt in Ihrem beruflichen Leben und zweifeln an der Rechtswirksamkeit der Erklärung? Ob die Kündigung gültig ist, was das für Sie bedeutet und wie Sie weiter vorgehen können, erfahren Sie im Rahmen einer Beratung. 

Grundsätzlich gilt in der Schweiz die Kündigungsfreiheit. Das bedeutet, dass sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis ohne einen besonderen Grund auflösen können. Unter Berücksichtigung der gesetzlichen oder schriftlich abweichend vereinbarten Kündigungsfristen und -termine (Art. 335a, 335c OR) ist die Kündigung damit in der Regel wirksam. Es kann jedoch sein, dass in Ihrem Fall eine der Ausnahmen greift:

1. Fristlose Kündigung:

Liegen wichtige Gründe vor, kann der Arbeitgeber gemäss Art. 337 OR ohne Einhaltung der Fristen kündigen. Das setzt voraus, dass das Vertrauensverhältnis so schwer erschüttert oder gar zerstört ist, dass dem Kündigenden die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses objektiv nicht zuzumuten ist. Um herauszufinden, ob das der Fall ist, bedarf es einer individuellen Prüfung der gesamten Umstände.

Ohne wichtigen Grund ist eine fristlose Kündigung zu Unrecht erfolgt. Auf die Rechtswirksamkeit hat das keinen Einfluss: Die Kündigung ist dennoch gültig. Sie haben allerdings einen Anspruch auf Ersatz des Verdienstes, den Sie unter Beachtung der Kündigungsfrist noch erzielt hätten. Weiterhin kann das Gericht den Arbeitgeber zur Zahlung einer Entschädigung in Höhe von maximal sechs Monatslöhnen verpflichten.

2. Kündigung zur Unzeit:

Sie leisten Militär- oder Zivildienst? Sie können Ihre Arbeit ohne eigenes Verschulden wegen einer Krankheit oder eines Unfalls nicht beziehungsweise nur teilweise verrichten? Sie sind schwanger oder haben gerade erst ein Kind geboren? Dann gelten für Sie spezielle Sperrfristen, die der Arbeitgeber berücksichtigen muss. Tut er das nicht, erfolgt die Kündigung zur Unzeit – und ist damit nichtig (Art. 336c OR).

Anders sieht es aus, wenn der Arbeitgeber die Kündigung schon vor dem Eintritt der Sperrfrist ausgesprochen hat und die Kündigungsfrist bis zu deren Beginn nicht abgelaufen ist. Hier kommt es lediglich zu einer Unterbrechung: Der Ablauf der Kündigungsfrist setzt sich erst nach Beendigung der Sperrfrist fort. Im Rahmen einer Arbeitsrechtsberatung können Sie klären, ob Sie Kündigungsschutz geniessen oder nicht.

3. Missbräuchliche Kündigung

Einen besonderen Kündigungsschutz gewährleistet das Schweizer Recht auch im Falle einer missbräuchlichen Kündigung. Möchte Ihr Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis beispielsweise aufgrund einer Ihrer persönlichen Eigenschaften beenden, ist eine Arbeitsrechtsberatung empfehlenswert. Stellt diese nämlich keine Beeinträchtigung der Zusammenarbeit dar und steht Ihnen wegen Ihrer Persönlichkeit zu, ist die Kündigung möglicherweise missbräuchlich. Hieraus kann eine Entschädigungspflicht des Arbeitgebers resultieren.

Gleiches gilt, wenn Sie Ansprüche aus Ihrem Arbeitsverhältnis geltend machen wollen und Ihr Arbeitgeber dies zum Anlass für eine Kündigung nimmt. Das Gesetz nennt in Art. 336 OR weitere Tatbestände, deren Erfüllung eine missbräuchliche Kündigung darstellt. Dieser Katalog ist allerdings nicht abschliessend. Die einseitige Beendigung eines Arbeitsverhältnisses kann auch anderweitig gegen den Grundsatz von Treu und Glauben verstossen.

Anders als die Kündigung zur Unzeit ist die missbräuchliche Kündigung nicht ungültig. Sie entfaltet tatsächlich Rechtswirksamkeit, kann dafür aber angefochten werden. Ein Anwalt für Arbeitsrecht weiss, worauf er achten muss. Er überprüft, ob Ihre Kündigung durch sachliche Gründe gerechtfertigt ist, und unterstützt Sie bei der Durchsetzung Ihrer Rechte. 

Sie überlegen, einen Aufhebungsvertrag abzuschliessen?

Haben Sie kein Interesse an der Aufrechthaltung des Arbeitsverhältnisses, können Sie es in gegenseitigem Einvernehmen mit Ihrem Arbeitgeber beenden – und zwar im Rahmen eines sogenannten Aufhebungsvertrags. Ihr Arbeitgeber hat Ihnen bereits ein entsprechendes Angebot vorgelegt? Nehmen Sie sich die Zeit, dessen Gestaltung mit einem Anwalt für Arbeitsrecht zu besprechen. Eine Arbeitsrechtsberatung klärt viele wichtige Fragen:

  • Möchten Sie wirklich auf etwaige Kündigungsschutzrechte verzichten? 
  • Führt der Abschluss der Vereinbarung zu einem Teilverlust Ihrer Arbeitslosenentschädigung?
  • Beinhaltet der Entwurf ausreichende und gegenseitige Zugeständnisse?
  • Werden Ihre Ansprüche angemessen abgegolten?

Auf der Basis dieser Überlegungen fällt es leichter, eine Entscheidung zu treffen. Die Konsultation eines erfahrenen Rechtsspezialisten macht auch dann Sinn, wenn Sie den Aufhebungsvertrag im ersten Schockmoment schon unterschrieben haben. Ungewollt erklärte Verzichte können unter bestimmten Voraussetzungen angefochten werden. Welche das sind und was Sie dafür unternehmen müssen, erfahren Sie im Rahmen einer Arbeitsrechtsberatung.

Sie wollen selbst aktiv werden und Ihrem Arbeitgeber einen Auflösungsvertrag vorschlagen? Informieren Sie sich bereits im Vorfeld über mögliche Ansprüche, etwa im Hinblick auf die betriebliche Altersversorgung, Entschädigungen für Überstunden oder Lohnnachzahlungen. Um Ärger zu vermeiden, stimmen Sie sich auch hier über die Vorgehensweise und die mit der Vereinbarung verbundenen Folgen mit Ihrem juristischen Beistand ab.

Sie haben Probleme mit dem Gehalt oder Lohn?

Zahlt Ihr Arbeitgeber kein Gehalt? Sind Sie der Meinung, einen zu geringen Lohn zu erhalten? Ihnen ist unklar, ob Sie ein Recht auf Lohnfortzahlung haben? Natürlich steht Ihnen für Ihre Arbeitsleistung eine monetäre Gegenleistung zu. Das geht aus Art. 322 Abs. 1 OR klar hervor. Was in der Theorie ganz einfach klingt, löst in der Praxis allerdings häufig Konflikte aus. 

Streitigkeiten dieser Art sind sehr belastend: Finanzielle Einbussen entwickeln sich schnell zu einer Bedrohung für die Existenz. Aus diesem Grund ist rasches Handeln gefragt. Nutzen Sie die Arbeitsrechtsberatung, um zu erfahren, ob Sie Ihre Arbeitsleistung verweigern dürfen oder einen Anspruch auf Schadenersatz geltend machen können.

Ein Anwalt für Arbeitsrecht berät Sie auch, wenn es um Lohnfortzahlungen und -kürzungen geht. Zwar ist der Arbeitgeber grundsätzlich auch dann zur Ausrichtung des Lohns verpflichtet, wenn Sie Ihre Arbeitsleistung durch besondere Gründe wie Krankheit, Schwangerschaft oder Unfall nicht erbringen können (vgl. Art. 324a OR). Unter bestimmten Voraussetzungen sind jedoch abweichende Regelungen zulässig, die den Arbeitgeber zu Abzügen berechtigen.

Sie fühlen sich gemobbt oder sexuell belästigt?

Lästern Mitarbeiter oder Chefs hinter Ihrem Rücken? Kritisieren sie Ihre Arbeit wiederholt ohne Grund? Haben Sie genug von anzüglichen Kommentaren, eindeutig formulierten sexuellen Absichten und unerwünschten Körperkontakten? Es gibt viele Situationen, in denen Sie sich allein gelassen, hilflos und ohnmächtig fühlen können. Das muss nicht sein: Auch am Arbeitsplatz dürfen Sie sich gegen Niederträchtigkeiten wehren.

Art. 328 OR verpflichtet Ihren Arbeitgeber im Rahmen seiner Fürsorgepflicht dazu, Ihre Gesundheit und Persönlichkeit zu schützen. Er hat sicherzustellen, dass Ihnen keine Nachteile entstehen – und muss aktiv gegen Mobbing und sexuelle Belästigung vorgehen. Tut er das nicht, macht er sich schadensersatzpflichtig. Ein Anwalt für Arbeitsrecht verrät Ihnen, ob das bei Ihnen der Fall ist und wie Sie reagieren können.

Sie arbeiten zu viel?

Sie leisten mehr, als Sie leisten müssten? Bei der Gestaltung Ihres Arbeitsvertrags sind Arbeitgeber an gesetzlich verankerte wöchentliche Höchstarbeitszeiten gebunden (Art. 9 ff ArG). Diese dienen dem Schutz der Arbeitnehmer und können als Mehrarbeit im Rahmen der Überzeit nur ausnahmsweise überschritten werden. Viele Arbeitsverträge enthalten allerdings davon abweichende Regelungen. Sie bauen auf individuell vereinbarten oder tarifrechtlichen Arbeitszeiten auf.

Eine Überschreitung dieser Arbeitszeiten ist – unter Wahrung der bereits genannten Höchstarbeitszeiten – zulässig. Mit diesen Überstunden sind verschiedene Rechte und Pflichten verbunden. So darf der Arbeitgeber beispielsweise Überstundenarbeit anordnen, wenn dies aus organisatorischen und wirtschaftlichen Gründen erforderlich ist. Als Arbeitnehmer wieder können Sie diese Überstundenarbeit nach Massgabe des Art. 321c I OR ablehnen.

Liegen bestimmte Voraussetzungen vor, ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, die geleisteten Überstunden zu vergüten. Ob Sie einen Anspruch haben, ob ausschliessende Vertragsklauseln zulässig sind und wann ein kompensatorischer Ausgleich durch Freizeit möglich ist, verrät Ihnen ein Anwalt im Rahmen einer qualifizierten Beratung. 

Hier erfahren Sie auch, welche Regelungen für die Sonntags- und Nachtarbeit gelten, welche Rechte Sie in Bezug auf die Ihnen zustehenden Ferien geltend machen können und ob Sie etwaige Einschränkungen oder Kürzungen hinnehmen müssen.

Arbeitsrecht Beratung mit GetYourLawyer

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Welche Summe Sie bezahlen müssen, lässt sich bis zur Schlussabrechnung jederzeit einsehen. Sie haben die volle Kontrolle und können sich voll und ganz auf die Durchsetzung Ihrer Rechte konzentrieren.

 

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